Rund 100.000 Menschen in Bayern leben mit einer Sehbeeinträchtigung oder sind von einer Augenerkrankung bedroht. Für diese Menschen ist der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund e. V. (BBSB) Solidargemeinschaft, Selbsthilfeorganisation und Interessenvertretung.
Landesvorsitzende des BBSB ist seit 2003 Judith Faltl. Seit über zwei Jahrzehnten engagiert sich die Unterhachingerin für die Belange Blinder und sehbehinderter Menschen, kürzlich traf sie sich mit der Landtagsabgeordneten Kerstin Schreyer. Kerstin Schreyer: „Ich bin mit Judith Faltl schon viele Jahre im vertrauensvollen und engen Austausch. Uns verbindet nicht nur der Wohnort, sondern vor allem die Themen einen uns. Gerade die Barrierefreiheit, die ich sowohl als Sozialministerin als auch als Bauministerin federführend bearbeiten durfte, liegt uns beiden sehr am Herzen. Judith Faltl ist eine beharrliche Streiterin für die Interessen Blinder und sehbehinderter Menschen und eine starke Persönlichkeit."
Im Rahmen des Gesprächs schilderte Frau Faltl die großen Themenpunkte Verbesserung der digitalen Barrierefreiheit, schulische Inklusion und Politik für Menschen im fortgeschrittenen Lebensalter mit Blindheit und Sehbehinderung, die die Gremien des BBSB aktuell bewegen und vorangebracht werden sollen. Judith Faltl: „Die voranschreitende Digitalisierung bietet großartige Möglichkeiten für blinde und sehbehinderte Menschen. Ich kann Behördenangelegenheiten zu Hause am PC erledigen, mich informieren, recherchieren, Bankgeschäfte erledigen, beruflich in vielen Bereichen teilhaben und mitwirken. Wichtig dabei ist allerdings digitale Barrierefreiheit von Anfang an. In ein fertiges Haus einen Aufzug einbauen ist auch ungleich schwerer und mit Kompromissen verbunden. Schön zu erleben ist, wie Kerstin Schreyer immer ganz praktische Lösungen angeht, aber auch das große Ganze im Blick hat und sensibilisiert und vernetzt. Vielen Dank für diese langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit.“
Kerstin Schreyer: „Der BBSB ist eine starke und unverzichtbare Stimme für blinde und sehbehinderte Menschen. Mit großem Engagement setzt er sich für Teilhabe, Selbstbestimmung und Barrierefreiheit ein. Dafür gebührt allen Beteiligten mein herzlicher Dank und große Anerkennung.“